Spreehafenfeste feiern – Die feierliche Inbesitznahme eines Ortes für Alle

von Liesel Amelingmeyer (Beitrag zur Geschichte der Spreehafenfeste in „Eine starke Insel mitten in der Stadt“ – Buch erschienen am 25.9.2012)***

Dubtari-Spreehafenfest 2008 ©Manuel Humburg

Dubtari-Spreehafenfest 2008
©Manuel Humburg

Der Zollzaun am Potsdamer und Berliner Ufer wird 2013 abgebaut. Eine Erfolgsgeschichte für Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e. V. Kreativität und Hartnäckigkeit führten zum Ziel.

Kapitel zur Geschichte der Spreehafenfeste von Liesel Amelingmeyer – Auszug aus dem Buch „Eine starke Insel…“ – Seite 111 ff.:

Spreehafenfeste feiern

Der Beitrag endet mit dem Fazit:

„Im Jahr 2010 wurde das (vorerst) letzte Spreehafenfest gefeiert, denn Visionen werden manchmal Wirklichkeit: Die Pläne für eine Hafenquerspange über den Spreehafen sind ad acta gelegt und der Zollzaun ist – mit mehreren Schlupftoren versehen – geöffnet worden. Das elf Hektar große Gebiet des Spreehafens soll ab Januar 2013 frei zugänglich sein. Der Zollzaun soll – bis auf ein Erinnerungsteilstück – abgebaut werden. Damit wird der letzte „Eiserne Vorhang“ der Freien und Hansestadt Hamburg zugunsten der Bewohner in Wilhelmsburg, dem Kleinen Grasbrook und der Veddel fallen. Auch die Brücken am Veddeler Wasserkreuz erstrahlen in neuem Stahlglanz. Was Feste und Hartnäckigkeit in der Sache so bewirken können.

Aus der „Wasserstadt“ ist vorerst nichts geworden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Als Erfolg ist zudem zu verbuchen, dass die HADAG mit ihrer Linie 73 ab voraussichtlich Dezember 2012 den Nordwesten Wilhelmsburg durch den Klütjenfelder Hafen – nur einen Katzensprung vom Spreehafen entfernt – anfahren wird. Bis 1986 gab es bereits eine Linienschiffsverbindung von den St. Pauli Landungsbrücken nach Wilhelmsburg.

Im Spreehafen könnte noch so manches Fest gefeiert werden, einfach aus Spaß an der Freude und wegen der maritimen Stimmung, die hier noch so ganz ursprünglich ist. Vielleicht wird es auch wieder Feste geben, um in bewährter Manier unser Eiland kreativ gegen neue Übergriffe zu verteidigen.
Letzteres sei ausdrücklich nicht herauf beschworen, aber man weiß ja nie …“ (Seite 117)

 

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