Betriebs- und Personalräte von Elbinsel und Hafen unterstützen „Groß-Sand bleibt!“

Unterschriften-Aktion mit 3000 Unterschriften erfolgreich angelaufen.
Betriebs- und Personalräte der Elbinsel fordern Erhalt des Krankenhauses und unterstützen Unterschriften-Aktion in den Betrieben.
Die von einer Initiative aus Beschäftigten, PflegeschülerInnen und Menschen, die auf der Elbinsel wohnen/arbeiten (aktion-gross-sand-bleibt@web.de) getragene und vom Verein „Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“ unterstützte Aktion ist gut angelaufen.

Schon 3000 Menschen haben für den Erhalt von Groß-Sand als allgemeines Krankenhaus unterschrieben. Das ist fast ausschließlich das Ergebnis der zahlreichen Infostände in den Quartieren der Elbinsel. Die zu erwartenden Rückläufe von Unterschriftenlisten aus den Betrieben, Geschäften, Apotheken, Arztpraxen, sozialen Einrichtungen, Sportvereinen, Kitas, Schulen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Die Unterschriften-Aktion wird bis zum 28.09.20 fortgesetzt.

Die Übergabe der Unterschriften soll in einer Demonstration unter dem Motto „Die Elbinsel wird laut“ am 30. September (16 Uhr ab Stübenplatz) erfolgen.

Jetzt haben Betriebs- und Personalräte aus 14 Betrieben der Elbinsel und des Hafens die Bedeutung von „Groß-Sand“ für die Notfallversorgung der Betriebe hervorgehoben.

Wörtlich heißt es:

„Groß Sand, insbesondere seine BG Sprechstunde, seine Notfallambulanz, die Chirurgie und die innere Abteilung, ist auch für uns in den Betrieben unverzichtbar. Bei Not- und Unfällen brauchen unsere Kolleginnen und Kollegen schnelle Hilfe. Schnelle Hilfe geht nur bei kurzen Wegen, die auch bei Sturmfluten passierbar sind.“

Solidarisch sind sie auch mit dem Kampf für den Fortbestand der Pflegeschule:

„Unfassbar finden wir die Schließung der Pflegeschule in „Groß-Sand“ zum 30.9.20. Wir treten in unseren Betrieben nachhaltig für den Erhalt der Ausbildungsplätze auch in der Krise ein und hier geht mit einem Federstrich trotz Pflegenotstand und Pandemie ein wertvoller, orts- und praxisnaher Ausbildungsstandort verloren.“

Abschließend heißt es:

„Wenn der Eigentümer das im Wortsinn lebensnotwendige Krankenhaus vor unserer Haustür nicht erhalten kann, muss der Senat – als der politisch für die Krankenhausversorgung verantwortliche – eingreifen.
Wir solidarisieren uns mit unseren KollegInnen im Krankenhaus, der Pflegeschule und mit den Bewohnern der betroffenen Stadtteile und unterstützen die Unterschriftensammlung…“

Download Presseerklärung Betriebs- und Personalräten Elbinsel und Hafen vom 15.09.2020

Presseerklärung von Betriebs- und Personalräten der Elbinsel und des Hafens

Betriebsrat Deutscher-Paket-Dienst (DPD), Betriebsrat Hellmann Worldwide Logistics, Betriebsrat H&R Ölwerke Schindler GmbH/H&R Ölwerke Schindler Chemie GmbH & Co. KG, Betriebsrat Nordische Ölwerke Walther Carroux GmbH Co.KG, Personalratsmitglieder Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Betriebsratsmitglieder der ADM Hamburg Aktiengesellschaft Werk Hamburg, Betriebsratsmitglieder Eurogate Container Terminal, Betriebsratsmitglieder Freudenberg Sealing Technologies, Betriebsratsmitglieder Gesamthafenbetrieb, Betriebsratsmitglieder TST Oceangate Distribution GmbH, Betriebsratsmitglied ArcelorMittal Hamburg GmbH, Betriebsratsmitglied Hamburger Hafen und Logistik AG Containerterminal Burchardkai, Betriebsratsmitglied HLG – Hamburg Lasch GmbH & Co. KG, Betriebsratsmitglied TRIMET Aluminium SE-Hamburg

Eine besondere Unterstützungserklärung erreichte uns vom Personalratsvorsitzenden der „Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen“ Thomas Treff.

Unter anderem schreibt er:

„Aber auch aus übergeordneten Gesichtspunkten einer sozialen Stadtentwicklung sind wir der Auffassung, dass es hier zu keinen Einschnitten kommen darf. Dieses würde zu Lasten aller gehen, die hier bereits leben und arbeiten. Von denen, die in den nächsten Jahren noch dazukommen sollen (damit meine ich die anstehende Entwicklung der neuen Quartiere auf der Elbinsel), ganz zu schweigen. Insofern hoffe ich sehr, dass die Aktivitäten von Erfolg gekrönt sind. Ihr könnt auf unsere Unterstützung zählen.“

Unterstützungsschreiben von Thomas Treff, Personalratsvorsitzender der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen vom 14.09.2020

Unterstuetzungsschreiben_des_PR-Vorsitzenden_Thomas_Treff


Unterschriftenlisten können hier runtergeladen werden

Unterschriftenliste Groß Sand bleibt

Listen bitte ausdrucken.

Abgabe der Listen mit den Unterschriften
Möglichst schnell, spätestens aber bis 28.09.2020 bei Initiative „Groß-Sand bleibt!“ c/o Oskar Tröger, Groß-Sand 5, 21107 Hamburg.
Kontakt zur Kampagne: aktion-gross-sand-bleibt@web.de

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